Inspiration des Tages vom 05.07.2020

35. Botschaft der Einsamkeit der Stille

Auswirkungen von zu viel Fasten:

Teil 1

Ein älterer Besucher erzählte dem Meister, dass er überall Gott sehen könne.

Der Meister antwortete: „Sehr gut.“

Außerdem sagte er, er könne während der Meditation über das Bewusstsein von Körper und Umgebung hinaus gehen.

Der Meister sagte: „Das bedeutet, dass Du schon fast das Ziel erreicht hast. Bist Du frei von allen Zweifeln?“

Er antwortete: „Ich bin frei von allen Zweifeln; aber ich möchte wissen, wie ich fortfahren soll.“

Der Meister sagte: „Wer das Körperbewusstsein transzendieren kann, bekommt Führung von innen“ und schwieg dann und gab damit offensichtlich einen Hinweis, dass, wenn die Bewertung seines spirituellen Fortschritts richtig sei, er nicht diesen Zweifel gehabt hätte.

Der Besucher verstand den Hinweis nicht. Er wiederholte seine Erfahrungen und fragte den Meister, wie er weitermachen solle.

Der Meister wiederholte: „Ein Mensch, der über das Körperbewusstsein hinausgeht, erhält Führung von innen.“

Inspiration des Tages vom 04.07.2020

35. Botschaft der Einsamkeit der Stille

Sadhana für jedermann:

Ein Besucher fragte den Meister: „Kannst Du mir bitte einen Rat geben Swamiji, welches Sadhana für mich geeignet ist.“

Sofort antwortete der Meister: „Die Wiederholung des Namens Gottes ist für jeden geeignet. Alle zu lieben, ist für jeden geeignet. Nicht die Gefühle anderer zu verletzen, ist für jeden geeignet. Immer die Wahrheit zu sagen, ist für jeden geeignet.“

Inspiration des Tages vom 03.07.2020

35. Botschaft der Einsamkeit der Stille

Selbstaufgabe:

Frau Beatrice Vigo aus New York, die vor einiger Zeit in den Ashram gekommen war, um Yoga und Vedanta zu lernen, fragte den Meister: „Was ist mit Selbstaufgabe gemeint?“

Der Meister antwortete: „Selbstaufgabe ist das Übergeben von allem an Gott. Du bringst Deinen Körper, Deinen Geist, Deinen Intellekt und alles, was Du tust, Gott dar. Du fühlst, ‚Ich bin Dein; alles ist Dein; Dein Wille geschehe.‘ Du fühlst, dass Gott alle Handlungen ausführt und Du nur ein Instrument in seinen Händen bist. Du vernichtest Dein Ego. Aber es ist schwierig, das Ego vollständig zu überwinden. Es zeigt sich immer wieder und Du sagst, ‚Ich habe dies getan. Niemand kann das sonst. Ich weiß alles.‘

Selbst mit Tonnen von Dynamit kann Egoismus nicht so leicht zerstört werden. Er ist sehr stark. Fühle daher wieder und wieder, dass Du Ihm gehörst, dass Er alles ist und dass Er alles macht. Erhebe die Rute der Unterscheidungskraft.“

Inspiration des Tages vom 02.07.2020

35. Botschaft der Einsamkeit der Stille

Liebenswerte Gastfreundschaft:

Teil 2

Kaffee wurde gebracht, zusammen mit süßen Gerichten, Gebäck und Obst.

„Was für ein Festessen! Nun gut, da Du ja gesagt hat, dass es Deine letzte Gelegenheit sei.“

„Letzte Gelegenheit? Ja, ich meinte die letzte Gelegenheit für heute!“

Wegen des ausgelassenen Gelächters unter allen Anwesenden verschüttete der Professor sogar etwas Kaffee.

„Ich weiß nicht, wie Du es geschafft hast, soviel zu tun. Du hast wirklich unglaublich viel Arbeit geleistet. Die unzähligen Bücher, der Ashram – wirklich wunderbar! Ich wollte mich jedes Mal, wenn ich hier war, im Ashram umschauen, aber irgendetwas kam immer dazwischen. Meine Bewunderung ist merklich gewachsen, jetzt da ich die Früchte Deiner erstaunlichen Bemühungen gesehen habe.“

„Nein, nein, ich habe nichts getan“, sagte der Meister und schwieg.

Inspiration des Tages vom 01.07.2020

35. Botschaft der Einsamkeit der Stille

Liebenswerte Gastfreundschaft:

Teil 1

Dr. J.C. Chatterjee, ein Philosophieprofessor der seit Jahren in Amerika lebte und dort indische Philosophie lehrte, kam für den Darshan des Meisters.

Nach der einleitenden Begrüßung schaute sich der Professor das Yoga Museum an. Er war von den Ausstellungsstücken sehr inspiriert. Als er ins Büro zurück kam, flüsterte der Meister einem Schüler zu, Kaffee zu bringen.

Der betagte Besucher hörte dies und sagte: „Nein, nein, bemühe Dich nicht.“

„Es ist in Ordnung, Maharaj“, sagte der Meister. „Gib mir diese letzte Gelegenheit!“

„Nun gut, Du bist unverbesserlich!“, sagte der Professor mit einem Lächeln.

Diese überwältigende Gastfreundschaft war dem Professor auch schon während seines letzten Aufenthalts entgegen gebracht worden.