Inspiration des Tages vom 30.11.2019

32. Geheimnis des Karma Yoga

Die Macht der Schriften des Meisters:

Teil 2

„Swamiji, er hat viele Deiner Arbeiten gelesen. Wir sind uns sicher, dass er nur deshalb die Welt so plötzlich verlassen hat und das trotz einer jungen Frau und Kindern.“

„Ja, ja. Auch ich habe ihn gefragt, warum er geheiratet hat, wenn er zu einem spirituellen Leben tendierte. Er sagte, dass er erst nach der Hochzeit angefangen hat meine BĂŒcher zu lesen. So ist der Wille Gottes! Wer kann das beeinflussen?“

„Swamiji, Deine BĂŒcher haben die Kraft eines Wirbelsturms. Sie werfen Menschen von ihren FĂŒĂŸen, nur um sie fest auf dem spirituellen Weg zu verankern.“

 

Inspiration des Tages vom 29.11.2019

32. Geheimnis des Karma Yoga

Die Macht der Schriften des Meisters:

Teil 1

Einige Besucher aus Madras trafen wÀhrend ihres Aufenthalts im Ashram zufÀllig einen jungen Mann, der seiner Familie entsagt hatte und nach Uttarkand gekommen war, um intensiv zu praktizieren.

Als der Meister von diesem Zusammentreffen hörte, erkundigte er sich mitfĂŒhlend nach dem Befinden der Familie, um sicher zu stellen, dass das Verschwinden des jungen Mannes bei den Mitgliedern der Familie nicht zu Schwierigkeiten gefĂŒhrt hat.

„Swamiji, sein Schwiegervater ist ein ziemlich reicher Mann und sein Vater auch. Es ist eineinhalb Jahre her, dass er sein Zuhause verlassen hat. Also hat sich die Angst, die sie wegen ihm hatten und das GefĂŒhl von Verlust mittlerweile vielleicht etwas gelegt.“

„Aber die Frau will ihren Ehemann, das ist das Problem. Sie ist nicht zufrieden mit Geld, Eltern und Kindern. Eine Frau möchte immer einen Ehemann“, bemerkte der Meister.

„Swamiji, sollen wir vielleicht die Eltern und Schwiegereltern informieren, dass er hier ist? Das befreit sie womöglich von ihrer Angst.“ „Oh ja! Warum nicht? Und selbst wenn sie hierher kommen und in seinen Armen weinen, macht das keinen großen Unterschied.

Wenn er innere StĂ€rke und Überzeugung besitzt, wird er trotz allem hier bleiben. Er scheint voller spiritueller EindrĂŒcke zu sein, sonst wĂ€re seine Leidenschaftslosigkeit schon lĂ€ngst vergangen und er wĂ€re nach Hause gegangen.

Er hat hier ein sehr striktes Leben gefĂŒhrt und in den letzten eineinhalb Jahren viel Leiden ertragen. Er ist immer noch unerbittlich in seinen VorsĂ€tzen. Entsagung ist keine einfache Sache. Sie kommt nur durch starke EindrĂŒcke aus der Vergangenheit.“

 

Inspiration des Tages vom 28.11.2019

32. Geheimnis des Karma Yoga

Shiva und Vishnu:

Der Meister erzÀhlte die interessante Geschichte eines engstirnigen Vishnu-AnhÀngers.

„Es gab einmal einen AnhĂ€nger von Vishnu, der sehr engstirnig war. Er konnte es nicht ertragen, wenn jemand den Namen Shivas erwĂ€hnte. Eines Tages kam jemand, der von der Engstirnigkeit des AnhĂ€ngers wusste, in sein Haus und begann, nachdem er sich hingesetzt hatte, das Om Namah Shivaya Mantra zu wiederholen. Nach einiger Zeit verließ er den AnhĂ€nger und ging in ein benachbartes Haus, von wo aus er sich die Reaktion anschaute.

Sobald er gegangen war, befahl der Vishnu-AnhĂ€nger seiner Frau, den Platz, an dem der Besucher gesessen hatte, zu sĂ€ubern und ihn mit Kuhdung einzureiben, um ihn zu reinigen. Die Frau fĂŒhrte seine Anweisungen aus.

Als er dies vom Nachbarhaus aus bemerkte, rief der Besucher: ‚Auch die WĂ€nde sind Om Namah Shivaya‘. Sofort rieb der AnhĂ€nger alle HauswĂ€nde mit Kuhdung ein.
Wieder rief der Besucher: ‚Auch deine Frau ist Om Namah Shivaya.‘ Der engstirnige und törichte Vishnu-AnhĂ€nger goss sogleich Kuhdung gemischt mit Wasser ĂŒber seine Frau.
Dann sagte der Besucher: ‚Auch du bist Om Namah Shivaya.‘ Und sofort rieb er seinen ganzen Körper mit Kuhdung ein.

So engherzig sind manche Menschen! Sie streiten unnötigerweise darĂŒber, dass nur die Gottheit, die sie selbst anbeten, der Verehrung wĂŒrdig ist und andere nicht.
Man sagt, Vishnu sei das Herz Shivas und Shiva sei das Herz Vishnus. Vishnu ist der grĂ¶ĂŸte AnhĂ€nger Shivas und Shiva ist der grĂ¶ĂŸte AnhĂ€nger Vishnus. Die Puranas (Göttergeschichten, Kategorie klassischer indischer Schriften) sagen, dass der, der denkt, Shiva sei Vishnu unterlegen oder Vishnu sei Shiva unterlegen, weder ein Verehrer von Vishnu noch von Shiva ist.“

Inspiration des Tages vom 27.11.2019

32. Geheimnis des Karma Yoga

Evolution nicht Revolution:

Gerade als der Meister aufstehen und das BĂŒro verlassen wollte, öffnete Sri Von Poncet aus SĂŒdafrika, der die ganze Zeit mit geschlossenen Augen neben einem anderen SchĂŒler gesessen hatte, seine Augen.

Der Meister: „Meditiere nicht zuviel. Heute Morgen hast du auch schon am Ufer des Ganges lange meditiert.“
Von Poncet: „Ja, ich habe die letzten 3 Stunden meditiert.“
Meister: „Mache aus deiner Evolution keine Revolution. Meditation ist gut, aber mache dazwischen angemessene Pausen.

Beginne zuerst mit einer halben Stunde oder einer Stunde, dann erhöhe die Dauer schrittweise um 15 Minuten. Wenn du zusÀtzlich zur Meditation noch etwas dienen kannst, ist es umso besser.

Reibe den Kopf mit Brahmi-Öl ein. Es kĂŒhlt das Gehirn und hilft bei der Meditation. KĂ€mpfe nicht mit dem Geist. Es sollte keine Anspannung im Geist geben. Lass ihn frei wie ein Affe sein; lass ihn hin und wieder umher springen. Er wird schrittweise aufhören zu springen, zuerst 100 Mal, dann 99 Mal, 98 Mal und so weiter, bis er bei 0 ankommt.“

Von Poncet: „Swamiji, welchen Dienst kann ich erweisen? Gib mir etwas, was ich tun kann.“ Der Meister lĂ€chelte zustimmend und nickte mit dem Kopf.

 

Inspiration des Tages vom 26.11.2019

32. Geheimnis des Karma Yoga

Dienst und Opfer

  1. Liebe zu Gott und Dienst an der Menschheit sind das Geheimnis wahren Lebens.
  2. Die wahre Bedeutung des Lebens ist Dienst und Opfer.
  3. Spiritualisiere alle deine Handlungen. Bringe Gott alle Handlungen als Opfer dar.
  4. Nur ein reiner Geist empfÀngt den reinen Anblick Gottes.
  5. Je mehr du deine Energie dafĂŒr aufwendest, andere zu erheben und ihnen zu dienen, umso mehr wird die göttliche Energie durch dich fließen.
  6. Denke daran, dass Gott der innere Souffleur ist, der dich zu Handlungen antreibt. Du bist nur Sein Instrument. Dienst an der Menschheit ist Dienst an Gott.
  7. Arbeit ist Verehrung. Arbeit ist Meditation. Arbeit ist Dienst an Gott.
  8. Lebe, um anderen zu dienen.
  9. Selbstaufopferung ist der Wegweiser zur Emanzipation.
  10. Die edle Seele, die der Welt immer Gutes tut und erhabene, göttliche Gedanken unterhĂ€lt, ist ein Segen fĂŒr die ganze Welt.
  11. Selbstloser Dienst und kosmische Liebe sind wie der Ganges und Yamuna, die das Feld des menschlichen Herzens bewĂ€ssern und die reiche Ernte von Frieden, Freude, Wohlstand, Unsterblichkeit und Wissen ĂŒber den Atman einbringen.
  12. Reinige dein Herz durch selbstlosen und demĂŒtigen Dienst an den Armen und Leidenden und mache es zu einer geeigneten WohnstĂ€tte fĂŒr Gott.
  13. Trage die Fackel von BrĂŒderlichkeit, Harmonie, Liebe und Kameradschaft mit dir.
  14. Reinige dein Herz durch selbstlosen Dienst und setze dann Gott in diesen liebenden, heiligen Tempel.
  15. Jede Art von Arbeit ist Dienst an der Menschheit als Ganzes und ist gleich verdienstvoll. Es gibt keine niedrige Arbeit.
  16. Jede wahrhaft selbstlose Arbeit ist heilig; sie ist göttlich.
  17. Anderen zu dienen, fĂŒhrt zu Tugend; anderen zu schaden, ist eine SĂŒnde. Deshalb diene anderen, schade niemandem.
  18. Diene, dann wirst du herrschen.
  19. Eine Handlung ist gut, wenn sie von einem guten Motiv geleitet ist.