Inspiration des Tages vom 22.09.2019

30. Die Natur der Wahrheit

Der traditionelle Prozess:

Teil 1

Die Morgenvorlesung an der Yoga Universität war gerade vorbei.
„Atmaramji“, rief der Meister, „machst du dir Notizen von diesen Vorlesungen?“
„Nein, Swamiji.“
„Siehst du, das ist der Fehler. Wissen zu erwerben ist nicht so einfach. Siehe, wie viel wunderbare Punkte Swami Chidanandaji, Sivanarayanji und andere angesprochen haben.

Um Wissen zu erwerben, haben die Rishis (Seher, Weise) den dreifachen Prozess des Zuhörens, des Nachdenkens und der Meditation gelehrt.

Wenn du etwas eine Minute lang hörst, solltest du zehn Minuten über dasselbe Thema nachdenken und hundert Minuten darüber meditieren. Im Lauf der Zeit wirst du die Ideen verinnerlichen.

Bei diesen Vorträgen nur zu nicken, bringt keinen Nutzen. Außerdem wirst du aufmerksamer zuhören, wenn du dir angewöhnst, die Vorträge schriftlich festzuhalten. Ansonsten entsteht eine Neigung, während der Vorträge einzudösen.

Selbst heute noch bin ich Schüler. Ich höre den Vorträgen, die hier gehalten werden, aufmerksam zu, dann gehe ich in mein Zimmer, denke darüber nach und schreibe meine Artikel.“

 

Inspiration des Tages vom 21.09.2019

30. Die Natur der Wahrheit

Tapo Bhumi („Die Ebene der Askese“):

Sri Lakshminarayana Sastrigal und seine Schwester kamen ins Büro und verneigten sich vor dem Meister. Nachdem er sich nach ihrer Gesundheit und ihrem Wohlergehen erkundigt hatte und ob sie ihren Morgenkaffee gehabt hatten, sagte der Meister: „Badet in heißem Wasser. Es ist heute ziemlich kalt und noch dazu bewölkt.“

Lächelnd sagte Sri Lakshmi Ammal: „Swamiji, sollen wir ein heißes Bad am Gangesufer nehmen? Aber das Gangeswasser ist wirklich sehr kalt, sonst würden wir unser Bad früher am Morgen nehmen, so wie wir es in Südindien gewöhnlich tun.“

„Das ist etwas ganz anderes. Uttarkhand (die Provinz, in der Rishikesh liegt) ist Tapo Bhumi (tapas = Askese, bhumi = Erde). Die Praktiken von Südindien gelten nicht für die, die hier leben. Das Leben hier als solches ist reinigend für die Seele und ein Leben der Askese. Die Atmosphäre selbst badet uns ständig in einem spirituellen Jnana (Weisheit) – Ganges.“

Nach einer Pause setzte der Meister humorvoll hinzu: „Wisst ihr, dass Sukadeva (Weiser, lebte vor ca. 4000 Jahren) sich nicht einmal die Zähne geputzt hat, als er sich in den Wäldern des Himalaya aufhielt? Er kaufte erst Zahnpasta, als er in Delhi ankam!“
Das Ergebnis war ein Riesengelächter.

Inspiration des Tages vom 20.09.2019

30. Die Natur der Wahrheit

Ausgewogenheit bei der Ernährung:

Sri K. S. Venkataramani wollte wissen, ob Brahma-Buti nützlich für ihn wäre.„Ja, es ist sehr gut. Weiche über Nacht Mandeln in Wasser ein, zieh die Haut ab, mache eine Paste daraus und nimm sie zusammen mit Brahma-Buti am Morgen ein. Bereite eine Limonade und trinke sie zum Beispiel nach deinem Morgenkaffee.“

„Swamiji, ich dachte es als Ersatz für Kaffee, auf den ich ganz verzichten will.“
„Nein, nein. Du brauchst nicht auf Kaffee zu verzichten. Er ist notwendig für Hirnarbeiter wie dich. Das Verbot gilt nur für die, die jeden Tag kannenweise Kaffee trinken.

Achte immer auf Ausgewogenheit in der Ernährung. Dann wird alles, was du isst, egal was, sattwig sein.“

Inspiration des Tages vom 19.09.2019

30. Die Natur der Wahrheit

Teil 9

Den Grundstein legen:

Möge Gott Shri Shroff und Srimati Kanta mit Gesundheit, einem langen Leben, Frieden, Wohlergehen und Befreiung segnen! Möge Gott ihre Herzen erleuchten!

Möge Er euch alle segnen! Möget ihr alle Gottverwirklichung noch in diesem Leben erreichen! Möget ihr alle noch in diesem Leben als befreite Weise erstrahlen! Om.“

Inspiration des Tages vom 18.09.2019

30. Die Natur der Wahrheit

Teil 8

Den Grundstein legen:

 

Jeder Rentner sollte Sri Shroffs Beispiel folgen und sich in die Abgeschiedenheit zurückziehen. Deshalb haben unser Vorfahren den Vanaprashtha Ashrama (3. Lebensstadium, nach Jugend und Familien-/ Berufsleben, wo man sich vom aktiven Leben zurückzieht und spirituell praktiziert). Ohne an Familie, Besitz und Wohlstand zu hängen soll sich der Mensch dann in einen Wald zurückziehen und spirituell praktizieren.

Dabei soll er Sravana, Manana und Nididhyasana (die 3 Übungsmethoden des Jnana Yoga: über die höchsten Wahrheit hören bzw. lesen, darüber nachdenken und tief meditieren) üben und schließlich in Sannyas (Entsagung, Mönchsstand) eintreten und das Ziel des Lebens verwirklichen.

Ohne Verzicht auf Vergnügen, Selbstsucht und Egoismus ist noch nie etwas Großartiges und der Mühe Wertes entstanden.