Inspiration des Tages vom 17.01.2020

32. Geheimnis des Karma Yoga

Wie man Leidenschaftslosigkeit kultiviert:

Teil 2

Es ist die Bewahrung absoluter Ruhe und Gelassenheit inmitten der Gegensatzpaare wie Hitze und Kälte, Schmerz und Freude, Kummer und Glück, Misserfolg und Erfolg, Beleidigung und Ehre. Der Sannyasin empfängt und betrachtet sie alle mit dem gleichen inneren Gefühl von ruhiger Nachsicht.

Ein wahrer Sannyasin steht über den Gegensatzpaaren. Für ihn sind Freund und Feind gleich, Lob und Tadel machen keinen Unterschied. Wie und warum ist das so? Es kommt daher, weil ein echter Sannyasin das Körperbewusstsein überwunden hat. Seine Sichtweise beruht nicht auf dem Körperbewusstsein.

Er ist ständig bestrebt, in dem Gedanken zu leben, dass er der reine Geist ist.

Inspiration des Tages vom 16.01.2020

32. Geheimnis des Karma Yoga

Wie man Leidenschaftslosigkeit kultiviert:

Teil 1

Der Meister fragte Swami Chidanandaji, „Wie geht es Sri S. in Viswanath Bagh? Hast Du ihm alle Lebensmittel für seine Verpflegung geschickt?“

„Swamiji, ich habe es angeboten, aber Sri S. zieht es vor, Almosen aus dem nahe gelegenen Almosenhaus zu nehmen und etwas Arbeit im Garten zu verrichten“, antwortete Swami Chidanandaji.

„Es ist gut als eine Art Übung, aber warum handelt er jetzt so? Kann es daran liegen, dass er einen kleinen Streit mit Sri P. hatte?“

„Ja, Swamiji. Selbst als er nach dem Vorfall hier war, hat er sich nicht wie zuhause gefühlt und wartete nur darauf, bis die Arbeit im Garten begann.“

„Das ist nicht gut“, sagte der Meister.

„Der richtige Geist von Sannyas wird selbst von vielen Sannyasins nicht verstanden. Natürlich sind Leidenschaftslosigkeit, Halten von Stille, Leben von Almosen, Abgeschiedenheit, ständiges Singen von Om alles äußere Anzeichen eines Mönchs, aber neben alldem ist es die richtige innere Einstellung, die das grundlegende Wesen eines Sannyas-Geistes ausmacht.

Inspiration des Tages vom 15.01.2020

32. Geheimnis des Karma Yoga

Sri Shankaras Bhakti:

Teil 7

„Das ist immer die Schwierigkeit, Swamiji. Wir arbeiten, aber wir machen es nicht mit einem selbstlosen Geist. Wir arbeiten für Geld oder um unseren weltlichen Ehrgeiz zu erfüllen.“

„Das ist wahr, aber durch ständiges Bemühen, das vedantische Gefühl hochzuhalten, wird es eines Tages möglich sein, den Gedanken zu festigen. Du magst Tausend Mal scheitern, das muss Dich nicht kümmern. Aber nach jedem Scheitern, wenn Du wieder aufstehst, wirst Du Dich ein wenig höher erheben als zuvor. Nichts ist verloren. Jede Anstrengung bringt einem dem Ziel näher.

Wenn Du einige Tage frei hast, komme hier her und verbringe die Zeit mit stiller Meditation und anderen spirituellen Praktiken.

Wenn der Geist erst einmal erkannt hat, dass Glück in den spirituellen Übungen liegt, wird er sie nicht mehr aufgeben. Dann wirst Du in Yoga gefestigt sein. Möge Gott Dich segnen!“

Inspiration des Tages vom 14.01.2020

32. Geheimnis des Karma Yoga

Sri Shankaras Bhakti:

Teil 6

Außerdem arbeitest Du an der Universität und lehrst dort Tausenden von Mädchen Philosophie. Das ist ein großer Dienst.

Du formst ihren Charakter und zeigst ihnen die hohen Ideale des Vedanta. Das ist selbstloser Dienst der höchsten Art.

Gleichzeitig musst Du versuchen, zu erkennen, dass Du nur ein Zeuge von alledem bist, dass Du das Selbst bist.

Dann wirst Du schnellen Fortschritt auf dem spirituellen Weg machen.“

Inspiration des Tages vom 13.01.2020

32. Geheimnis des Karma Yoga

Sri Shankaras Bhakti:

Teil 5

„Was wäre das für ein Segen, so etwas zu erfahren, Swamiji! Ich bin der Theorie müde. Ich muss meine Schüler Philosophie lehren. Ich kenne Vedanta nur von der Theorie. Ich sage ihnen, was in den Büchern steht, habe aber keine echte Kenntnis der Realität. Es ist ein jämmerlicher Zustand. Ich habe den Wunsch, alles aufzugeben und den Rest meines Lebens hier in Meditation zu verbringen.“

„Theorie ist gut“, sagte der Meister, „weil sie Deine Gedanken erhebt und Dir das Ideal immer wieder vor Augen führt. Sie regt an, nach der Natur Brahmans zu forschen. Die spirituelle Wahrheit wird dann schrittweise in Dir erwachen. Meditiere; meditiere regelmäßig, dann wirst Du alles verstehen.“

Srimati Saberwal sagte dem Meister, dass sie regelmäßig das Gayatri Mantra wiederhole.

„Das ist wunderbar!“, sagte der Meister. Gayatri“ ist ein großartiges Mantra. Es verbindet Brahman mit und ohne Form. Nun hast Du selbst zugegeben, dass man Jnana und Bhakti kombinieren kann. Man kann sie nicht trennen.