Inspiration des Tages vom 22.10.2019

31. Weg des selbstlosen Dienens

Das Geschenk des Lebens:

„Ist das Leben ein Geschenk oder eine Last?“, fragte der Meister einen Schüler.
„Wir können sagen, dass es beides ist, Swamiji“, antwortete der Schüler.

Der Meister stellte richtig:

„Das Leben wird zum Geschenk, wenn jemand das seltene Geschenk eines menschlichen Körpers nutzt, um in diesem Leben ewiges Glück und Unsterblichkeit zu erlangen.

Das Leben wird jenen zur Last, die es mit Essen, Trinken und Schlafen verschwenden.“

 

Inspiration des Tages vom 21.10.2019

31. Weg des selbstlosen Dienens

Innere Kultur:

Der Meister war auf dem Weg ins Büro. Ein Vaishnava-Anhänger aus Südindien, der den Körper voll mit den traditionellen Vaishnaviten-Zeichen hatte, kam zu ihm und verbeugte sich.

„Wie lange hat es gedauert, dich mit all diesen Zeichen zu verzieren?“, fragte der Meister. „Etwa eine halbe Stunde.“

„Eine halbe Stunde? Ohji, verschwende deine Zeit und Energie nicht damit, dich mit diesen äußeren Zeichen zu schmücken, um zu zeigen, dass du ein Vishnu Bhakta oder Shiva Bhakta bist.

Gott interessiert sich nicht für diese äußerlichen Verzierungen. Er erwartet innere Reinheit. Ein echter Vishnu- oder Shiva-Anhänger ist jemand, der rein im Herzen ist, der alle liebt, der allen dient, der den selben Herrn in allen Wesen sieht und der Lust, Gier und Zorn kontrolliert.

Er ist nicht jemand, der sich nur diese äußerlichen Zeichen auf den Körper macht.“

Inspiration des Tages vom 20.10.2019

31. Weg des selbstlosen Dienens

Gib Eitelkeit auf:

Nach dem Abendsatsang kehrte der Meister zu seiner Hütte zurück. John Banman, ein Schüler aus Vancouver, stand vor dem Meister. „Oh! Das ist John Banman. Ich habe dich nicht erkannt. Was gibt es?“, fragte der Meister.

Jemand erwähnte, dass er seinen Schnurrbart abrasiert hatte und man ihn deshalb nicht so leicht erkennen konnte.

„Das ist es! Ich glaube, du hast eine ‚Ego-Beschneidung‘ ausgeführt!“, bemerkte der Meister.

In seinem Buch ‚Weisheit in Humor‘ sagt der Meister: „Je mehr Schnurrbart, je mehr Egoismus; je mehr Egoismus, je direkter der Weg zu Hölle!“

Inspiration des Tages vom 19.10.2019

31. Weg des selbstlosen Dienens

Abgeschiedenheit:

Der Meister sprach zu einer Frau, die inmitten einer Gruppe von Freunden stand.
„Wenn Du in einer Gruppe bist, wirst Du unmerklich ins Geschwätz gezogen. Also sei vorsichtig.

Mache geistiges Japa. Wiederhole geistig den Namen Gottes.

Durch diese Methode kann man selbst inmitten vieler Ablenkungen die Vorteile der Abgeschiedenheit erlangen.“

Inspiration des Tages vom 18.10.2019

31. Weg des selbstlosen Dienens

Die Rolle eines Sannyasin:

Ein Schüler ging zur Hütte des Meisters, um sich von ihm zu verabschieden, da er mit einem Anhänger des Meisters nach Gujarat ging.

„Ohji, verhalte dich dort nicht wie ein Mahant (Direktor) und bestelle Milch, Obst und leckeres Essen. Du musst dort etwas selbstlosen Dienst leisten. Hilf ihm bei seiner Arbeit im Krankenhaus. Ich werde ihm schreiben und mich erkundigen. Was meinst du dazu?“

Der Schüler stimmte zu und ging. Der Meister bemerkte daraufhin:

„Es ist für einen Sannyasin nicht gut, in ein Dorf zu gehen, untätig herumzusitzen und die Dorfbewohner nach Annehmlichkeiten zu fragen. Er sollte dort bleiben und den Menschen vor Ort Hilfe leisten. Er sollte sie durch Kirtan erheben und Vorträge halten.

Das einzige Ziel im Leben eines Sannyasins ist, das alles durchdringende Selbst, das der ganzen Schöpfung zu Grunde liegt, zu verwirklichen.

Dies kann nur erreicht werden, wenn man der Menschheit mit Atma Bhava (der inneren Haltung, dass alles das höchste Selbst ist) dient.“