Inspiration des Tages vom 24.05.2019

WORTE DER WEISEN – 26. Entsagung – Die wichtigste Bedingung

Vertrauen in Gott:

Swami K., ein hervorragender Arbeiter, war für die Poststelle und die Buchhaltung verantwortlich. Er war rund um die Uhr beschäftigt und arbeitete Tag und Nacht. Er wurde von allen bewundert, da er beinahe 20 Stunden pro Tag auf den Beinen war. Er stellte auch ein Buch mit den Lehren des Meisters zusammen.

Niemand ahnte, dass ausgerechnet dieser Swami eines Tages mit dem gesamten Geld verschwinden würde. Normalerweise öffnete er die Poststelle um 5 Uhr morgens. Eines Morgens entdeckte man, dass er verschwunden war. Das erste, was Verdacht erregte, stand im Zusammenhang mit einer Geldsendung des Meisters an jemanden in Bombay. Der Umschlag war da, aber das Geld fehlte. Dann wurde entdeckt, dass weder auf dem Sparkonto, noch in der Kasse Geld war. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, war auch das Geld verschwunden, das für Bürgschaften gegenüber der Regierung bestimmt war und in der Poststelle aufbewahrt wurde. Sogar die Sparkonten von einigen armen Leuten fehlten.

Sobald die Ladenbesitzer in Rishikesh davon hörten, verweigerten sie dem Ashram künftige Kredite. Jedem der Läden schuldete der Ashram mehr als 1.000 Rupien.
Der Postinspektor und die Polizei erschienen. Der Meister lächelte wie immer und zeigte keine Spur des Bedauerns.

„Er war ein sehr guter Arbeiter. Seht nur, was für ein schönes Buch er zusammengestellt hat!“, sagte er jedes Mal, wenn jemand zu ihm kam und ihn auf die Sache ansprach.

Das größte Problem ergab sich bei der täglichen Lebensmittelversorgung. Aber Tag für Tag kam der für das Essen nötige Betrag auf wundersame Art und Weise zusammen. Am ersten Tag kam jemand, der nichts von dem Zwischenfall wusste, in den Ashram und lud alle zum Essen ein, weil an jenem Tag sein Geburtstag war.

Irgendwie wurde diese Krise überwunden. Der Meister sagte ruhig. „Es ist nicht unsere Verantwortung noch eure, sondern nur Seine.“

Sogar nach diesem Ereignis nahm der Meister jeden im Ashram auf. Wenn der Sekretär sich darüber beklagte, „Swamiji, wir sind in einer finanziellen Krise und du nimmst immer mehr Leute im Ashram auf“, erklärte der Meister:

„Jeder bringt seine eigene Lebensmittelmarke mit, auf der sein Schicksal geschrieben steht. Wenn Gott jemanden in diesen Ashram bringt, schickt er das Essen für ihn schon im voraus. Wir können ihn also ruhig aufnehmen.“

Inspiration des Tages vom 23.05.2019

WORTE DER WEISEN – 26. Entsagung – Die wichtigste Bedingung

Wie man Beleidigungen erduldet:

Teil 2

In der gleichen Weise verunglimpften eine Frau und ihr Mann den Meister, indem sie ihn in Rishikesh und Hardwar schlecht machten. Seine Schüler ärgerten sich darüber.

Der Meister wollte aber seinen Schülern eine Lektion geben. Daher bereitete er ein aufwendiges Abendessen vor und lud das Ehepaar dazu ein. Der Mann saß zu seiner Rechten und die Frau zu seiner Linken und seine Schüler mussten sie mit Liebe bedienen.

 

Inspiration des Tages vom 22.05.2019

WORTE DER WEISEN – 26. Entsagung – Die wichtigste Bedingung

Wie man Beleidigungen erduldet:

Teil 1

Beim Parlament der Religionen, das im April 1953 im Ashram abgehalten wurde, waren spirituelle Führer und Würdenträger aus allen Teilen des Landes anwesend.
Im Laufe der Tagung wünschte ein Swami, der nicht auf dem Programm stand, die Gelegenheit zu sprechen. Die Organisatoren waren nicht bereit, ihn auf die Rednerbühne steigen zu lassen. Der Meister hörte den Aufruhr und bat die Organisatoren, den Mann sprechen zu lassen.

Anstatt über Religion und Spiritualität zu sprechen, begann der Swami mit einer bösartigen Tirade, indem er dem Meister vorwarf, auf Englisch anstatt in der Landessprache Hindi zu schreiben.

Der Meister saß wie immer da, als ob sein Geist von all dem, was da vor sich ging, abgeschaltet hätte.

Als er an der Reihe war, seine Rede zu halten, sagte der Meister, indem er sich an den Swami wandte: „Er hat eine wunderbare Rede gehalten!“

 

Inspiration des Tages vom 21.05.2019

WORTE DER WEISEN – 26. Entsagung – Die wichtigste Bedingung

Mit gutem Beispiel vorangehen:

Einmal kam ein Aspirant in den Ashram, um Yoga zu üben. Ein Besucher, der unter Tuberkulose litt, hielt sich ebenfalls im Ashram auf. Der Meister bat den neuen Aspiranten, die Kleider des Kranken zu waschen. Der Aspirant schreckte vor dieser Aufgabe zurück, da er in dem Ashram gekommen war, um Yoga zu üben und nicht, um niedrige Arbeiten zu übernehmen wie das Waschen der Kleider von Kranken.

Nicht lange danach sah man den Meister selber, wie er am Ufer des Ganges die Kleider des Kranken wusch.

 

Inspiration des Tages vom 20.05.2019

WORTE DER WEISEN – 26. Entsagung – Die wichtigste Bedingung

Die Freigiebigkeit des Meisters:

Obwohl dem Meister Tausende von Rupien für sein göttliches Werk gespendet wurden, machte er sich nie Gedanken darüber, ob davon etwas für den nächsten Tag übrig war. Seine Schüler sahen ihn manchmal, wie er so hohe Beträge wie hundert Rupien einem Bettler gab.

„Lasst es ihn genießen“, sagte er dann. „Er hat nie erfahren, was Genuss im Leben ist.“ Obwohl seine Bücher nur unter großen Schwierigkeiten gedruckt werden konnten, verteilte er sie zu Tausenden innerhalb von wenigen Tagen. Manchmal protestierten seine Schüler und sagten: „Swamiji, wir haben keine Bücher mehr für den Verkauf übrig.“

Der Meister antwortete dann: „Das macht nichts. Wir dienen damit demselben Zweck. Wir verkaufen die Bücher, um der Menschheit einen Dienst zu erweisen und denselben Dienst erweisen wir, wenn wir sie verschenken. Warum macht ihr euch also Gedanken?“

„Swamiji, das ist wahr“, sagten sie dann, „aber einige Bücher werden an Leute verschenkt, die sie nie lesen werden. Wieso werden Bücher so wahllos verschenkt?“

„Er wird sie vielleicht nicht lesen“, lautete dann die Antwort, „aber er wird sie jemandem weitergeben, der sie liest und Nutzen daraus zieht. Irgendjemand wird Nutzen aus den Büchern ziehen. Deswegen verschenke ich sie einfach. Das Schlimmste, was jemand damit machen kann, wäre, die Blätter heraus zu reißen, um Lebensmittel darin einzuwickeln. Derjenige, der die Lebensmittel kauft, wird sie wieder auswickeln und lesen, was darauf steht.“