Inspiration des Tages vom 18.08.2019

29. Maya – die illusorische Macht

Unter jungen Leuten

Teil 3

Dann folgte die Baitak-Übung.

Sita!“ – Fäuste geballt, Unterarme in den Ellbogen angewinkelt und nach oben; dann mit  den gesamten Körper nach unten auf den Fersen sitzend.

„Ram!“ – Normale stehende Haltung, aber mit geballten Fäusten, bereit für eine 2. Runde.

„OM Tat Sat!“ – Aufpassen!

Nach ein paar solcher Übungen mit „Sita-Ram“ und „Radhe Shyam“, führte der Meister die Schüler zu einem Marsch an, indem er folgendes Lied mit einer Marschmelodie sang:

„Bhum Bhum Bhum Bhum Mahadeva
Hara Hara Hara Hara Sadasiva.“

Dann sang einer der Schüler des Ashrams einen Kirtan und trug den Gästen etwas über das Wesen des Yoga vor.

Später ließ sich der Meister von den Schüler zeigen, welche Übungen sie in der Schule machten. Ein Teppich wurde auf der Terrasse gegenüber der Jubiläumshalle ausgerollt und der Meister zeigte den Jungen Yoga Asanas und erklärte deren Nutzen.

Dann forderte er die Jungen auf, zu singen. Es folgte ein Rednerwettbewerb. Einer der herausragenden Schüler erklärte in einfacher Sprache, warum spirituelle Einrichtungen wie die Divine Life Society in diesen Zeiten dringend benötigt wurden.
Dann bildeten die Schüler zwei Gruppen und baten den Meister, ihnen eine These vorzuschlagen, über die sie diskutieren könnten.

Die These lautete: „Ein göttliches Leben ist notwendig.“

Damit konnten die Jungen ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Sie diskutierten ideenreich das Für und Wider dieser These.

In der Sonne stehend verteilte der Meister die Buchpreise an die Schüler, die an dem Wettbewerb teilgenommen hatten. Dann wurde der Gruppe Tee und Obst gereicht und schließlich wurde sie herzlich verabschiedet.

Inspiration des Tages vom 17.08.2019

29. Maya – die illusorische Macht

Unter jungen Leuten

Teil 2

Dann erklärte der Meister die Bedeutung der Übung.

„Das ist die upanishadische Übung. Die Anleitungen sind Äußerungen der Weisen in den Upanishaden.

‚Möge deine Mutter dein Gott sein!

Möge dein Vater dein Gott sein! Möge dein Lehrer dein Gott sein!

Möge dein Gast dein Gott sein!

Diese Gedanken werden in euch hervorgerufen und gefestigt, wenn ihr diese Sätze wiederholt. Nach und nach wird euer inneres Wesen vergöttlicht.

 

Inspiration des Tages vom 16.08.2019

29. Maya – die illusorische Macht

Unter jungen Leuten

Teil 1

Swami Visweswarananda kam ins Büro und kündigte an, dass eine kleine Gruppe Schüler der Doon Schule angekommen war. Einige Augenblicke später kamen die Schüler und der Lehrer ins Büro.

Nicht einmal eine sehr wichtige und dringende Nachricht, die auf dem Schreibtisch lag, hielt den Meister davon ab, seine Aufmerksamkeit den Besuchern zuzuwenden.
Mit großer Freude begrüßte er die Schüler. Nachdem er jeden Schüler persönlich willkommen geheißen hatte, führte der Meister die Gruppe aus dem Gebäude heraus.

„Kennt ihr Körperübungen?“
„Ja, Sir.“

„Kennt ihr auch die upanishadischen Übungen?“
„Was?“ Die Jungen schauten sich gegenseitig und dann den Lehrer mit fragendem Stirnrunzeln an. Der Meister ließ sich die Schüler rasch auf zwei Räume verteilt aufstellen.

„Om Tat Sat!“ kam die Anleitung des Meisters.
Die Jungen taten es instinktiv dem Meister gleich, der still und konzentriert da stand.

„Matru Devo Bhava!“ – Handflächen zum Gruß vor der Brust aneinander gelegt.
„Pitru Devo Bhava!“ Beide Hände gerade nach oben gestreckt.
„Acharya Devo Bhava!“ – Die Hände in einem Schwung nach unten gebracht mit einer schönen Beugung in der Hüfte wie in Surya Namaskar (Sonnengruß) und Padahasthasana (stehende Vorwärtsbeuge).
„Atithi Devo Bhava!“ – Handflächen zum Gruß vor der Brust aneinander gelegt.
„Om Tat Sat!“ – Aufpassen!

 

Inspiration des Tages vom 15.08.2019

29. Maya – die illusorische Macht

Essen ist Energie:

Ein Schüler kam zur Hütte des Meisters, um eine Tasse Yoghurt zu holen.
„Nimmst du ein Medikament?“, fragte der Meister.
„Ja, Swamiji und es muss mit Joghurt eingenommen werden.“

Ein anderer unterbrach und erzählte dem Meister, dass der Schüler während der letzten Tage keine regelmäßigen Mahlzeiten zu sich genommen hatte.
„Nein, nein. Das ist nicht gut. Du arbeitest sehr hart. Dafür brauchst du viel Energie. Iss ausreichend. Leg dir nicht zu viele Beschränkungen auf.“

Dann fügte er mit seinem typischen Lächeln hinzu: „Ich weiß nicht, wie diese jungen Leute solche Babymägen entwickeln. In eurem Alter müsstet ihr fähig sein, Steine zu verdauen. Schaut mich an. Ich habe vielleicht Durchfall, aber ich nehme ein Medikament dagegen und esse wie gewohnt weiter. Ich werde mich nie von den Warnungen der Ärzte beeindrucken lassen. Ich möchte dienen und solche Beschränkungen hindern mich daran.

Beschränkungen sind am Anfang notwendig, um Kontrolle über den Gaumen zu erlangen. Sobald ihr wisst, wie ihr all eure Energie in Ojas Shakti (spirituelle Energie) umwandeln und in die richtigen Bahnen lenken könnt, könnt und solltet ihr alle Energie aufnehmen, die ihr braucht.“

Inspiration des Tages vom 14.08.2019

29. Maya – die illusorische Macht

Nirvikalpa Samadhi:

Am Nachmittag vollzogen die Schüler die Ayudha Puja (Verehrung des Göttlichen in Gegenständen des Alltags), nachdem sie die Schreibmaschinen, Kameras, Filmgeräte und Diaprojektoren bei der Jubiläumshalle zusammengetragen hatten. Der Meister schloss sich ihnen bei der Verehrungszeremonie an.

Nachdem das Ritual beendet war, stand er am Eingang und bewunderte sichtlich die große Ansammlung von Geräten. „Sehr beeindruckend, nicht wahr?

100 Schreibmaschinen hier bedeuten für mich Nirvikalpa Samadhi.“