Inspiration des Tages vom 18.01.2019

WORTE DER WEISEN –  22. Dunkelheit der Ignoranz

14. Ehrerbietung für Gandhiji:

Ein anderes Mal während seiner Indien-Tour war der Meister am Hinduistischen Theologischen Institut in Madras, wo er zu den Theologiestudenten sprechen sollte.

Er bemerkte ein Portrait von Gandhi vor der Estrade. Es war reich geschmückt, denn es war Gandhis Geburtstag.

In das Bild versunken, sagte der Meister: „Bapuji lächelt. Er sieht uns alle an und segnet uns. Auch er ist heute sehr glücklich.“

Nach dem Maha Mantra Kirtan begann er mit seinem Vortrag.

Inspiration des Tages vom 17.01.2019

WORTE DER WEISEN –  22. Dunkelheit der Ignoranz

13. Rat für einen jungen Aspiranten:

Während der Indien-Tour des Meisters im Jahr 1950 kam ein junger frommer Mann aus Bihar in Sinhajis Haus mit dem Meister zusammen. Er hatte ein spezielles Problem. Der Meister gab ihm eine noch paradoxere Antwort darauf.

„Swamiji, ich bekomme keine Unterstützung für mein Sadhana von den Leuten bei mir zu Hause. Sie stellen mir immer Hindernisse in den Weg. Was soll ich tun?“, klagte der Aspirant.

Der Meister riet: „Verhalte dich wie der weltlichste Mensch. Zeige niemandem deine Frömmigkeit, deine spirituelle Geisteshaltung und deine Hingabe an Gott. Tu so, als seist du durch und durch weltlich gesinnt. Sie sollten nichts von deinen spirituellen Neigungen wissen. Dann wirst du keinerlei Widerstand von deinen Eltern erfahren.

Aber innerlich musst du dich nach Gott sehnen. Du musst in deinem Sadhana konsequent sein. Du musst in aller Einsamkeit und Stille über deine Trennung von Gott weinen. Dann werden alle Schwierigkeiten rasch verschwinden.“

Inspiration des Tages vom 16.01.2019

WORTE DER WEISEN –  22. Dunkelheit der Ignoranz

12. Wahre Gottesverehrung:

Am Abend des 25. November 1949 bereitete R. Anantakrishna Sastri, ein bekannter Gelehrter, an der Ufertreppe des Ashram eine Zeremonie zur Verehrung des Ganges vor. Die Ufertreppe wurde ausgiebig geputzt und die Ashrambewohner und Besucher setzten sich bequem auf die sauberen Stufen. Auch der Meister war dabei. Sastriji und seine Frau begannen mit dem Ritual.

Der Meister schaute aufmerksam zu und sagte dann: „Ein Jahr lang täglich den Ganges so zu verehren wie jetzt hat die gleiche Wirkung wie eine Woche von ganzem Herzen einen Typhuspatienten zu pflegen – seine Wäsche zu waschen und seinen Nachttopf zu putzen.

Solcher Dienst reinigt das Herz auf der Stelle und führt zu innerer Erleuchtung.

Nach einem Moment des Nachdenkens fügte er hinzu: „Auch Krankenschwestern pflegen im Krankenhaus ihre Patienten, aber sie gelangen nicht zu innerer Reinigung, weil sie dabei nicht die richtige Einstellung haben.“

Da bemerkte der Meister, dass einige der Ashrambewohner sich an der Zeremonie beteiligten und dem heiligen Fluss Bael Blätter (Blätter der Aegle marmelos Pflanze, die in der traditionellen indischen Medizin wie auch in religiösen Ritualen eine wichtige Rolle spielen) darbrachten.

„Jeder einzelne von euch bringt dem Ganges lediglich seine eigenen Bael Blätter als Opfer dar. Wie großartig wäre es, wenn man fühlen würde, dass man die ganze Verehrung durch alle Hände darbringt! Wie viel wirkungsvoller wäre diese Verehrung dann!“, bemerkter er.

Inspiration des Tages vom 15.01.2019

WORTE DER WEISEN –  22. Dunkelheit der Ignoranz

 11. Mitleid mit Rattenbabys:

Im Jahre 1949 fand der Ashrambewohner, der sich um den Meister kümmerte, in einer Kommode ein von Ratten zernagtes Betttuch und darin vier neugeborene Rattenbabys. Sie hatten die Augen gerade erst ein wenig geöffnet. Er brachte sie zum Meister. Als dieser die Rattenbabys sah, wurde sein Herz von Mitleid ergriffen und es tat ihm sehr leid, dass sie gestört worden waren. Er bat den Bediensteten, sie sofort genau so wie er sie vorgefunden hatte, zurückzulegen, damit die Mutter sie nicht suchen müsse, wenn sie zurückkäme. Und so geschah es.

Nach ein oder zwei Tagen jedoch wurde die Mutter von einer Katze getötet. Bald darauf starben die Jungen ebenfalls. Als der Meister die toten Ratten sah, wurde er traurig und sang eine ganze Weile das Maha Mantra für den Frieden der entschwundenen Seelen, zusammen mit seinem Gehilfen.

Inspiration des Tages vom 14.01.2019

WORTE DER WEISEN –  22. Dunkelheit der Ignoranz

 10. Gott in einem Stier:

Es war der 4. Oktober 1948. „Was für ein schönes Häuschen! Dient es zu Meditationszwecken, Swamiji?“, fragte ein Besucher, als er in Richtung der Wohnräume des Meisters blickte, hinter denen am Flussufer eine kleine Hütte stand.

„Nein. Es ist kein Häuschen, wie du dir das vorstellst“, antwortete der Meister und führte den Besucher dorthin. Was aber entdeckte dieser im Innern der Hütte? Einen alten, ausgemergelten Stier, der im Sterben lag.

„Mein Gott!“, rief der Besucher aus. „Du sagst es“, erwiderte der Meister. „Es ist dein Gott. Kannst du Gott in diesem Stier erkennen?“

Zwei Mitarbeiter des Ashrams kümmerten sich um den Stier. Am selben Abend noch starb das Tier trotz aller Pflege und wurde auf Anordnung des Meisters der Mutter Ganges übergeben, wobei das Maha Mantra gesungen wurde.