Inspiration des Tages vom 27.06.2019

WORTE DER WEISEN – 28. Weg der Selbst-Eroberung

Teil 2 – Göttliches Leben in der Praxis:

„Ich habe auf meine eigene Art geübt, aber ich habe nicht jene Glückseligkeit erfahren, die angeblich aus diesen Übungen erwachsen soll“, sagte der Oberst.
„Du musst sehr regelmäßig üben. Halte an deinem Sadhana (spirituelle Praxis) fest, bis zu dein Ziel erreichst. Es kann sogar mehrere Leben dauern.“

„Ah! So ist das also! Ich habe nicht regelmäßig geübt, Swamiji. Ich werde es von nun an versuchen.“
„Nun da du im Ruhestand bist, musst du all deine Zeit der spirituellen Praxis widmen.“
„Leider habe ich meinen alten Lebensstil beibehalten. Ich beziehe im Ruhestand eine Rente, die meinem vollen Gehalt entspricht.“

„Das ist außergewöhnlich!“, rief der Meister aus. „Das ist alles Gottes Gnade zu verdanken. Du solltest viel Wohltätigkeit üben. Du solltest weniger Geld für dich ausgeben. Du hast lange Zeit eine kleine Familie unterhalten. Jetzt musst du dein Herz erweitern und alle Armen als deine Familie betrachten.“

„Das habe ich bisher auch nicht getan, da meine persönlichen Ausgaben die gleichen geblieben sind. In gewisser Hinsicht jedoch bin ich wohltätig, denn ich bezahle eine große Zahl von Bediensteten.“

„Nein, nein. Das ist keine Wohltätigkeit. Wie viel Geld gibst du den Leprakranken am Straßenrand? Jeder Mensch ist sich selber gegenüber großzügig. Du solltest ein zurückgezogenes Leben führen und mindestens die Hälfte deiner Rente, wenn nicht sogar alles, für wohltätige Zwecke ausgeben. Dann  wirst du die Glückseligkeit erfahren, die durch die Gnade Gottes über dich kommt.“

Inspiration des Tages vom 26.06.2019

WORTE DER WEISEN – 28. Weg der Selbst-Eroberung

Musik beim Kirtansingen:

Ein paar Leute versammelten sich in der Nähe des Büros zum Kirtansingen mit Swami Mukund Hari aus Bhatinda. Als der Meister sie sah, sagte er: „Sie lassen sich stark durch die Zimbeln und Tabla inspirieren. Insbesondere bei öffentlichen Veranstaltungen sind solche Instrumente eine große Hilfe. Sie helfen, den Geist in die Konzentration zu führen.Die Art von Kirtan, wie wir sie betreiben, ist gut für meditative Menschen. Macht mit dem Kirtansingen weiter ohne Harmonium oder andere Instrumente. Das wird zur Meditation führen. Es gibt keine Ablenkung und Samadhi kann einfach kommen.
Man muss beides üben. Für das persönliche Sadhana und engere Meditationsgruppen im kleinen Kreis sollte Kirtan ohne Instrumente gesungen werden. Bei Massenveranstaltungen sind das Harmonium und andere Instrumente hilfreich.“

Inspiration des Tages vom 25.06.2019

WORTE DER WEISEN – 28. Weg der Selbst-Eroberung

Die Herrlichkeit des Dienens:

„Du hast nur wenig Liebe zum Kirtansingen entwickelt, da du nur gern liest und meditierst. Du kannst aber die Meditation nicht wirklich genießen, solange die Unreinheiten in deinem Geist nicht vollständig beseitigt sind und dein Ego nicht unterworfen ist. Für dieses Mal ist es gut, aber das nächste Mal musst du sehr viel arbeiten.

Durch den Vergleich wirst du erkennen, wie herrlich selbstloses Dienen ist“, sagte der Meister zu einem jungen Kundalini Yoga Schüler, der ins Büro gekommen war, um sich nach einem kurzen Aufenthalt im Ashram zu verabschieden.

Inspiration des Tages vom 24.06.2019

WORTE DER WEISEN – 28. Weg der Selbst-Eroberung

Indra Sabha:

„Das ist so, wie wenn man in Indra Sabha (Wohnstätte Indras, des Königs der Engelswesen) ist, Swamiji. Ich bin sehr glücklich, dabei sein zu dürfen. Wunderschön von den Ashram-Bewohnern und Besuchern gesungener Kirtan, während Harishji auf der Geige spielt, Sri Vishnu Digambar voll Hingabe die inspirierendsten Bhajans singt, Narayana Swamiji die Gita und die Upanishaden liest.

Wenn Sri Shamashs Kinder deine erhebenden Kirtans so melodisch singen, lassen sie mich vergessen, wo ich bin. Das ist ein großer Kontrast zu anderen Ashrams, wo es verboten ist, Kirtan zu singen und Instrumente zu spielen und wo nur trockene Philosophie gelehrt wird. Man hat das Gefühl, in der Schule zu sein. Ich bin wirklich glücklich, dass ich diesen Ashram besucht habe“, sagte ein Abgeordneter der Regierung.

„Was bedeutet das Licht dort, Swamiji?“
„Das ist das Büro, wo Aspiranten fleißig arbeiten.“
„Das ist wunderbar“, sagte der Abgeordnete.

„Ich liebe die Synthese“, sagte der Meister, „Arbeit, Hingabe und Wissen – alles sollte gut miteinander kombiniert werden. Aus Unwissen lehnen einige Vedanta-Gelehrte das Kirtansingen ab. Sie ordnen den persönlichen Gottesbezug der Paroksha-Kategorie zu. Direkte Verwirklichung des unpersönlichen Absoluten nennen sie Aparoksha. Sie verherrlichen letzteres und verurteilen gedankenlos das andere.

Die Wahrheit ist weder Dvaita (Zweiheit) noch Advaita (Nicht-Zweiheit). Sie liegt jenseits von beidem. Große Advaitins wie Madhusudana Saraswati and Sri Shankara haben mit viel Hingabe zu Ehren Gottes gesungen. Wie tief ihre Hingabe war! Sie haben die wahre Aussage der Vedanta-Lehre verstanden.

Es gibt kein Leben, weder in Institutionen noch in Individuen, wenn die Namen Gottes nicht gesungen werden. Sogar Sukadeva, der immer im Absoluten lebte, rezitierte den Namen Gottes. Es ist höchste Zeit, dass die heutigen Vedantins und Sannyasins dies begreifen.“

Inspiration des Tages vom 23.06.2019

WORTE DER WEISEN – 28. Weg der Selbst-Eroberung

Karma Yoga:

„Das Verteilen von Prasad ist eine spirituelle Übung. Derjenige, der das Prasad verteilt, sollte ein guter KarmaYogi sein. Es können zum Beispiel wichtige Personen anwesend sein, die unmittelbar nach der Zusammenkunft weggehen. Sie werden nicht auf das Prasad warten. Sie müssen zuerst bedient werden. Die anderen können warten. Ihr solltet immer die Fähigkeit zur Unterscheidung nutzen.

Du hast Punditji so wenig gegeben“, wies der Meister den Prasad-Verteiler zurecht, nachdem die Eröffnungszeremonie der Erweiterung der Jubiläumshalle beendet war.
„Swamiji, wir hatten nur sehr wenig vorbereitet. Wir hatten nicht so viele Teilnehmer erwartet.“

Jede Zusammenkunft ist heilig. Auch die Eröffnung eines Bürogebäudes ist eine Gelegenheit für alle, Kirtan zu singen und Satsang zu halten. Alle müssen eingeladen und bedient werden“, sagte der Meister.
„Wir werden uns in Zukunft daran halten, Swamiji.“

„Selbst wenn nur wenig Prasad und eine große Gruppe da ist, müssen erst die Besucher bedient werden und wir werden uns das teilen, was übrig bleibt. Das ist der Geist des Karma Yoga. Habt ihr das jetzt verstanden?“