Inspiration des Tages vom 19.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

9. Geschweige denn Dienst am Guru!:

TEIL 2

Denkt immer an Gott. Wiederholt seinen Namen ohne Unterlass. Dient, dient, dient! Arbeitet, arbeitet, arbeitet! Wenn ihr gerade einmal nicht arbeitet, solltet ihr euch in nutzbringende Studien vertiefen und wenn ihr nichts von beiden tut, solltet ihr Japa und
Meditation üben.

Für all das habe ich auf dem Ashramgelände genügend Raum geschaffen: Arbeitsmöglichkeiten überall, Bücher und Zeitschriften zur freien Verfügung, die Bhajan Halle, einen Tempel und viele Räume zur Meditation; darüber hinaus werdet ihr durch Gottes Gnade mit Nahrung und Kleidung versorgt.

Gibt es also einen Grund, das Ashramgelände zu verlassen? Es sind doch nur eure alten Laster, die da in euch wieder aufflammen, die euch vom Gelände verschwinden lassen, die euch dazu verleiten, euch in Gruppen zusammenzurotten, in denen doch nur lästerliche Gespräche oder Klatsch und Tratsch gepflegt wird.

Befreit euch von diesen alten Lastern durch selbstlosen Dienst, Meditation und Studium der Schriften; seht in den Anderen das Gute und nicht ihre Fehler. Kümmert euch um euch selbst! Richtet euren eigenen Geist wieder her! Entwickelt euch!

Inspiration des Tages vom 18.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

9. Geschweige denn Dienst am Guru!:

TEIL 1

Ihr solltet dem Ashram, der euch eine Weile mit Nahrung und Unterkunft versorgt, mit ganzem Herzen dienen. Dankbarkeit ist eine goldene Tugend. Wenn ihr aber noch nicht einmal diese grundlegende Tugend, die selbst die Tiere besitzen, verinnerlicht habt, wie wollt ihr dann auf die Gottverwirklichung hoffen?

Ihr habt von Anfang an falsche Vorstellungen vom Leben angenommen. Hättet ihr euren Eltern wirklich gedient, so wüsstet ihr jetzt um den Geist des Dienens Bescheid. Wenn euch jetzt aber eine Möglichkeit zum Dienen angeboten wird, so denkt ihr nur: ‚Ich habe meinen Eltern doch auch nicht gedient, warum sollte ich jetzt diesen Leuten hier dienen?’

Das ist der granitene Zustand eures Egos. Und der kann nur durch wiederholte Schläge und Hiebe gesprengt werden…und die Gnade Gottes.

Inspiration des Tages vom 17.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 10

Ihr seid aber am Ashram nicht interessiert. Ihr denkt, ihr könnt die Verantwortlichen hier hinters Licht führen und euren privaten Interessen nachgehen. Ihr wollt eigenes Geld besitzen und ein privates Konto. Ich sage euch aber, ein privates Vermögen und ein Scheckbuch sind der größte Fluch für einen wirklichen Aspiranten. Sie werfen euch in die tiefsten Abgründe der Verweltlichung.

Wenn ihr in einer Institution seid, die euch ernährt, für euch sorgt und für all eure Belange aufkommt, wofür dann noch eigenes Geld besitzen? Wenn ihr der Institution wirklich selbstlos dient und auch sonst keine Kontakte nach außen pflegt, woher soll dann das Geld zur eigenen Verfügung kommen? Das Verlangen danach wird euch nach und nach vergiften. Es wird dazu führen, dass ihr alle möglichen Tricks benützt, um ein privates Vermögen anzuhäufen.

So passiert es dann zum Beispiel, dass wenn ihr einem Besucher einen Dienst erwiesen habt, ihr ihm eure schlechten Zähne zeigt, ein wenig auf den Ashram schimpft, um dann seine Sympathie und ein paar Rupien für euch zu ergattern.

Der Ashram sorgt doch für all eure Bedürfnisse. Wozu braucht ihr dann noch Geld? Es verdirbt nur euren Charakter. Die alten unterdrückten Laster erlangen doch nur wieder die Oberhand und ihr erleidet einen Rückfall, bei dem ihr womöglich noch andere mit hineinzieht. Und schon seid ihr eine verschworene Gemeinschaft.

Euer Guru ist euch egal, ja ihr kritisiert ihn nicht einmal mehr. Das wenige Geld, das ihr nun besitzt, erzeugt den Wunsch nach immer mehr. Dann versucht ihr einen Keil zwischen die Verantwortungsträger des Ashrams zu treiben, vergiftet nach und nach die Atmosphäre und nutzt die Umstände, um an Macht und Geld zu gelangen. Ihr werdet dann immer mehr zu einem gefährlichen, zerstörerischen Element. Nur die Gier nach Geld und Wohlstand regiert noch euer Handeln. Ihr sät immer öfter Streit und geht schließlich so weit, dass ihr euch gegen euren Guru und seine Mission wendet.

Diese Menschen wissen nur noch nichts von den Konsequenzen ihres Handelns. Guru-Droha (offener Widerstand gegen den Guru) ist eins der abscheulichsten Verbrechen, eine der größten Sünden. Derjenige, der Guru-Droha begeht, wird im Alter die schlimmsten Dinge erleiden müssen. Geplagt von Lepra und Krebs, ohne Nahrung, Kleidung und Fürsorge, dem Hunger, dem Durst und allem Unbill der Witterung schonungslos ausgeliefert wird er einen langsamen und schmerzvollen Tod erleiden müssen.

Inspiration des Tages vom 16.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 9

Angenommen, ihr würdet ein normales Familienleben führen, würdet ihr dann täglich Milch und Früchte zu euch nehmen? Fragt euch das einmal. Wenn ihr 150 Rupien im Monat verdienen würdet und ihr für eine 5-köpfige Familie verantwortlich wärt, würdet ihr euch dann den Luxus einer Banane auch nur einmal im Monat leisten? Niemals würdet ihr das tun, denn ihr würdet denken, was dies für eine Geldverschwendung sei.

Und warum? Weil ihr euch um den Fortbestand eurer Familie sorgen würdet, weil ihr denken würdet, dass ihr genug Geld für die Ausbildung eurer Kinder sparen müsst. Hier aber habt ihr solche Gedanken nicht. Ihr fühlt euch für den Fortbestand der Institution nicht weiter verantwortlich, denn hättet ihr solche Gedanken, so hätten wir hier bei uns keine Probleme mehr.

All euer Bestreben sollte im Dienst unserer Sache stehen, ihr solltet Mittel und Wege finden, wie wir die Einkünfte des Ashrams am effektivsten nutzen und der Welt ein Maximum an guten Taten zukommen lassen können. Identifiziert euch vollständig mit unserer Mission; dann und nur dann werdet ihr auch verstehen was Karma Yoga wirklich bedeutet.

Inspiration des Tages vom 15.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 8

Ich könnte euch noch heute demonstrieren, was wirkliche Entsagung bedeutet. Wenn ich wollte, könnte ich von zwei trockenen Rotis und etwas Gangeswasser am Tag leben. Lediglich die viele Arbeit, die finanziellen Sorgen und vor allem meine Zuckerkrankheit zwingen mich dazu, meinem Körper einige Zugeständnisse zu machen.

Ihr habt ja keine Ahnung, wie viel Energie ich täglich in unzählige Kanäle gebe. Diese Energie muss ich meinem Körper dann auch wieder zurückgeben, damit er weiter dienen kann. Trotzdem faste ich an Ekadasi und halte mehrmals die Woche eine salzfreie Diät ein. Tut das einer von euch hier?

Aber nein, im Gegenteil, ihr streitet euch ja noch um einen Extrabecher Milch oder ein Paar Früchte. Aber sagt mir, wenn ihr in euren jungen Jahren nicht Entsagung, Verzicht und Strenge zu üben beginnt, wo ihr noch so voll strahlender Energie seid, wann wollt ihr es dann tun?

Ihr aber seid niemals zufrieden. Deshalb gibt es auch keinen spirituellen Glanz in euern Gesichtern. Erst an dem Tag, an dem ihr diese innere Zufriedenheit spürt, werden eure Gesichter anfangen zu glänzen, eure Augen funkeln und ihr mit eurem ganzen Wesen Frieden und Wonne ausstrahlen.

Sind eure Herzen aber zerrissen von Sehnsucht und Verlangen, so werdet ihr immer wieder nach weltlichen Dingen Ausschau halten. Wie könnt ihr so Fortschritte im Spirituellen machen? Für solche Menschen wäre es wirklich besser, hinaus in die Welt zu gehen, zu heiraten und ein ganz normales Leben zu führen. Ansonsten verpassen sie beides: Einerseits die Freuden des weltlichen Lebens, andererseits auch die Fortschritte im spirituellen Bereich. Es hat keinen Sinn, hier herumzuvegetieren. Ihr müsst dynamisch sein, voller Bewegung, Kraft und Begeisterung.