Inspiration des Tages vom 16.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 9

Angenommen, ihr würdet ein normales Familienleben führen, würdet ihr dann täglich Milch und Früchte zu euch nehmen? Fragt euch das einmal. Wenn ihr 150 Rupien im Monat verdienen würdet und ihr für eine 5-köpfige Familie verantwortlich wärt, würdet ihr euch dann den Luxus einer Banane auch nur einmal im Monat leisten? Niemals würdet ihr das tun, denn ihr würdet denken, was dies für eine Geldverschwendung sei.

Und warum? Weil ihr euch um den Fortbestand eurer Familie sorgen würdet, weil ihr denken würdet, dass ihr genug Geld für die Ausbildung eurer Kinder sparen müsst. Hier aber habt ihr solche Gedanken nicht. Ihr fühlt euch für den Fortbestand der Institution nicht weiter verantwortlich, denn hättet ihr solche Gedanken, so hätten wir hier bei uns keine Probleme mehr.

All euer Bestreben sollte im Dienst unserer Sache stehen, ihr solltet Mittel und Wege finden, wie wir die Einkünfte des Ashrams am effektivsten nutzen und der Welt ein Maximum an guten Taten zukommen lassen können. Identifiziert euch vollständig mit unserer Mission; dann und nur dann werdet ihr auch verstehen was Karma Yoga wirklich bedeutet.

Inspiration des Tages vom 15.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 8

Ich könnte euch noch heute demonstrieren, was wirkliche Entsagung bedeutet. Wenn ich wollte, könnte ich von zwei trockenen Rotis und etwas Gangeswasser am Tag leben. Lediglich die viele Arbeit, die finanziellen Sorgen und vor allem meine Zuckerkrankheit zwingen mich dazu, meinem Körper einige Zugeständnisse zu machen.

Ihr habt ja keine Ahnung, wie viel Energie ich täglich in unzählige Kanäle gebe. Diese Energie muss ich meinem Körper dann auch wieder zurückgeben, damit er weiter dienen kann. Trotzdem faste ich an Ekadasi und halte mehrmals die Woche eine salzfreie Diät ein. Tut das einer von euch hier?

Aber nein, im Gegenteil, ihr streitet euch ja noch um einen Extrabecher Milch oder ein Paar Früchte. Aber sagt mir, wenn ihr in euren jungen Jahren nicht Entsagung, Verzicht und Strenge zu üben beginnt, wo ihr noch so voll strahlender Energie seid, wann wollt ihr es dann tun?

Ihr aber seid niemals zufrieden. Deshalb gibt es auch keinen spirituellen Glanz in euern Gesichtern. Erst an dem Tag, an dem ihr diese innere Zufriedenheit spürt, werden eure Gesichter anfangen zu glänzen, eure Augen funkeln und ihr mit eurem ganzen Wesen Frieden und Wonne ausstrahlen.

Sind eure Herzen aber zerrissen von Sehnsucht und Verlangen, so werdet ihr immer wieder nach weltlichen Dingen Ausschau halten. Wie könnt ihr so Fortschritte im Spirituellen machen? Für solche Menschen wäre es wirklich besser, hinaus in die Welt zu gehen, zu heiraten und ein ganz normales Leben zu führen. Ansonsten verpassen sie beides: Einerseits die Freuden des weltlichen Lebens, andererseits auch die Fortschritte im spirituellen Bereich. Es hat keinen Sinn, hier herumzuvegetieren. Ihr müsst dynamisch sein, voller Bewegung, Kraft und Begeisterung.

Inspiration des Tages vom 14.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 7

Ihr denkt wohl, dass ich immer voller Liebe und Sanftmut bin, dass ich die Arbeit liebe und es gerne sehe, wenn andere arbeiten. Ja, so bin ich. Aber ihr seht nicht meinen Rudra Aspekt. Wenn ihr euch ein wenig Wissen angelesen habt und ihr deshalb vor Stolz beinahe platzt oder wenn ihr meint, ihr seid für die Institution unentbehrlich, dann zeige ich euch ein wenig von meinem Rudra Aspekt.

Es war Gandhi ganz alleine, der Indien in die Unabhängigkeit führte und nicht eine Institution. Ein Heiliger allein kann die Welt verändern. Die Institution ist nur ein Instrument in seinen Händen, die darüber hinaus Anderen die Möglichkeit zur Entwicklung gibt. Ich kann aber auch ohne eine Institution meine Arbeit vollbringen. Auch heute noch könnte ich die Gesellschaft einfach so auflösen. Ich lebe dann von Almosen, wohne in einer Höhle und wirke von dort aus Wunder.

Ich bin gar nicht versessen auf Menschen mit Magister- oder Doktortiteln. Will ein Magister den Ashram verlassen, gut, bald wird schon ein Doktor kommen, um dem Ashram beizutreten. Will ein zweitklassiger Schreiber den Ashram verlassen, gut, schon morgen kommt ein erstklassiger Schreiber.

Eine spirituelle Persönlichkeit! Das allein ist es, was in der Welt zählt, nicht aber Tausende von mittelmäßigen Aspiranten.

Inspiration des Tages vom 13.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 6

Aber ihr wollt mir ja nicht näher kommen, sondern versteckt euch vor mir. Ich sehe hier kaum noch Ashrambewohner. Wie englische Gentlemen schließt ihr euch in eure Zimmer ein und ich muss vor der Tür warten, wenn ich euch Arbeit geben will. Wenn ihr dann aber etwas übernehmt, dann möchtet ihr nicht zwei oder drei verschiedene Aufgaben übernehmen, weil ihr Angst davor habt, euch zu überarbeiten und zusammenzubrechen.

Arbeit wird euch aber niemals schwächen, sondern immer nur neue Energie in euch entfachen. Wenn eure Hände tatenlos sind, wird euer Geist mit seinen Untaten beginnen.

Wenn ihr dann glaubt, mit eurer Arbeit fertig zu sein, rennt ihr hinüber zum Ram-Ashram zum Zeitungslesen oder ihr tretet dem Vedanta-Klub bei, um über andere schlecht zu reden. Ihr denkt wohl, ich weiß davon nichts? Ich weiß alles! Ich weiß alles über jeden Bewohner hier, sogar über die Neuankömmlinge. Ihr könnt vor mir nichts verbergen.

Es ist aber meine Art, den Menschen eine lange Leine zu geben. Wenn jemand einen dummen Fehler begeht, so mache ich darum kein großes Aufsehen. Irren ist menschlich.

Ich schaue dann aber, ob sich ein Mensch bessern will oder genauso weiter machen will. Im Stillen gebe ich ihm die Möglichkeit, sich zu ändern. Er bekommt von mir dann die für ihn richtige Arbeit, die Möglichkeit, die Schriften zu studieren und sich in Japa und Meditation zu üben.

Ich entschuldige fast alle Fehler eines Menschen, aber ich erinnere mich auch an jeden seiner Fehler und wenn dann ein bestimmtes Maß überschritten ist, so entferne ich ihn ganz einfach aus dem Ashram.

Inspiration des Tages vom 12.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 4

Aber auch wenn die Selbsterkenntnis nicht euer Ziel sein sollte und ihr nur hier seid, um ein wenig Seelenfrieden zu genießen, so ist es dennoch eure dringendste Aufgabe, einige Göttliche Tugenden während eurer Zeit hier zu entwickeln. Tugenden allein können euch wirklichen Seelenfrieden geben. Wenn ihr aber eure Zeit mit Klatsch und Tratsch verschwendet, wie könnt ihr dann Seelenfrieden erreichen? Und ihr stört dazu auch den Frieden anderer Menschen!

Löst diese „Vedanta-Klubs“ hier noch heute auf, sofort! Wenn drei, die gerade nicht beschäftigt sind – seien es nun Sanyassins oder normale Bürger – sich in einer Teestube treffen, worüber werden sie dann schon reden? Über Gott und Sadhana, über den Dienst an der Menschheit oder die Selbsterkenntnis? Nein, immer geht es um eine dritte Person!

Sei es nun ein anderer Aspirant oder der Ashramleiter oder Stalin oder Churchill. Sie kritisieren Gott und die Welt; nur nicht sich selbst. Wenn sich diese Clique dann auflöst, bildet sich sogleich eine neue, in der die alte Clique kritisiert wird. Abscheulich!

Ihr müsst immer mit selbstlosen Dienst beschäftigt sein. Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit – es gibt wirklich nichts Wirksameres, um den teuflischen Geist von seinen Schandtaten abzuhalten.

Ihr müsst euch über und über mit Arbeit eindecken und immer einen Monat voll unerledigter Arbeit vor euch haben. Niemals sollte es euch passieren, dass ihr das Gefühl bekommt, alle Arbeit erledigt zu haben, denn in diesem Moment gebt ihr eurem Geist die Erlaubnis, Sturm zu laufen. Hier gibt es kein Ende der Arbeit. Ich kann euch in diesem Moment so viel Arbeit aufladen, dass ihr die nächsten zwei Jahre rund um die Uhr beschäftigt seid.