Inspiration des Tages vom 18.07.2019

WORTE DER WEISEN – 29. Weg der Selbst-Eroberung

Maya

Teil 1

„Jinnah soll gestorben sein, Swamiji.“ Jemand hatte diese Nachricht überbracht. Der Meister schritt gegenüber der Jubiläumshalle auf und ab. Sri Sastriji war in der Nähe.
„Es wird einen starken Konkurrenzkampf um seine Stelle geben. Das wird zu Hass und Streit führen.“

„Sicher, Swamiji, überall herrscht Eifersucht und der Kampf um die Macht.“
„Es bringt nur Nachteile, wenn man diese hohen Posten innehat, denke ich. Dein Leben ist in ständiger Gefahr. Viele andere beneiden dich um die Stellung. Sie versuchen, die Menschen gegen dich aufzuhetzen. Wozu all diese Angst, Probleme und Sorgen? Das Beste ist, sich am Ufer des Ganges zurückzuziehen. Das ist meine Meinung. Hier können wir Japa und Meditation üben. Wie denkst du darüber?“

„Ja, Swamiji, aber wie viele Menschen sind schon so weise, um wirklich von Herzen so zu fühlen?“

„Es ist sehr schwierig. Erst nach vielen Leben mit Satsang und Japa kommt das Bedürfnis danach. Maya ist so machtvoll. Manche Menschen setzen sich an das Ufer des Ganges und üben Japa. Nach einer Weile werden sie dessen überdrüssig und denken, dass Essen, Trinken und Spaß haben die beste Philosophie ist. Maya erlaubt ihnen nicht, zu erkennen, dass außerhalb der Sinneserfahrungen wahre Freude sein kann. Sie haben große Angst vor Entsagung. Sie haben Angst vor Sadhana. Und wenn sie mit Sadhana beginnen, erwarten sie unmittelbare Ergebnisse.

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