In der neuen Zeit braucht es Spiritualität

Und er hat dann die Gelegenheit auch ergriffen, nicht nur ihnen Medizin zu geben, sondern ihnen auch ein bisschen ins Gewissen zu reden. Swami Sivananda war sehr interessiert, sich immer weiter zu bilden, also hat er eine große Bibliothek gehabt, die wurde dann natürlich sofort zur öffentlichen Bibliothek. Dann konnte also jeder dort Bücher ausleihen. Swami Sivananda hatte gelernt, Harmonium zu spielen, Tablas zu spielen und Tambura zu spielen, also hat er es ein paar anderen auch beigebracht und hat dann so eine Satsanggruppe eingerichtet und dann haben die dann zusammen einmal die Woche musiziert und Mantras gesungen und Satsang gehabt. Und dann hat er irgendwie auch einen Koch gehabt und dem Koch hat er dann auch das Hatha Yoga beigebracht und die haben dann zusammen geübt. Später ist dann dieser Koch auch dem Swami Sivananda in den Ashram nach Rishikesh gefolgt und wurde dann der Nachfolger vom Swami Vishnudevananda als Hatha Yoga Leiter im Sivananda Ashram. Also, er hatte persönlich von Swami Sivananda dort das gelernt.  Und so ging es auch weiter. Als er dann später nach Indien ging, um spirituelles Wissen zu lernen und dann nochmal tiefer die ganzen Pranayama- und Kundalini-Yoga-Techniken lernte, die zum damaligen Zeitpunkt geheim waren, was machte Swami Sivananda? Er schrieb ein Buch, „Kundalini Yoga“, „Science of Pranayama“, „Wissenschaft des Pranayama“. Er veröffentlichte das Hatha Yoga. Skandal. Und Swami Sivananda war zwar kein Pandit, aber er hatte dann Kontakt mit einigen Pandits, fand alle Mantras dort heraus, auch die Mantras, die bisher zum Teil eben nur von Guru auf Schüler weitergegeben wurden. Swami Sivananda sagte: „In der neuen Zeit, da braucht es Spiritualität. Wenn wir jetzt warten, bis die Schüler erst zwölf Jahre bei ihrem Meister gelebt haben und am Ende wird man ihm das ein oder andere Mantra geben, dann wird es bald nur noch eine materialistische Welt geben. Wir müssen das weitergeben.“ Also schrieb er ein Buch „Japa Yoga“. Da waren die ganzen Mantras dann drin. Gut, man kann die Mantras nicht richtig aussprechen, wenn man einfach nur das Buch dort liest, es sei denn, man kann Sanskrit. Aber wenn man Sanskrit kann, kann man auch die Mantras schon aussprechen, aber es gibt erst mal ein Grundwissen, das dann die Schüler befähigt, danach zu einem Lehrer zu gehen, um die Mantras zu lernen. Und so war es bei Swami Sivananda immer und er sagte nicht umsonst seinen Hauptlehrsatz: „Serve, love, give purify,meditate, realize.“

– Fortsetzung folgt –

Unbearbeitete Niederschrift eines  Satsang-Vortrags mit Sukadev Bretz.  nach Meditation und Mantra-Singen bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Weiterführende Links:

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