Inspiration des Tages vom 17.12.2018

WORTE DER WEISEN – 21. Der Geist und seine Mysterien

8. Der Prüfstein für die Schülerschaft:

Teil 10

Ihr seid aber am Ashram nicht interessiert. Ihr denkt, ihr könnt die Verantwortlichen hier hinters Licht führen und euren privaten Interessen nachgehen. Ihr wollt eigenes Geld besitzen und ein privates Konto. Ich sage euch aber, ein privates Vermögen und ein Scheckbuch sind der größte Fluch für einen wirklichen Aspiranten. Sie werfen euch in die tiefsten Abgründe der Verweltlichung.

Wenn ihr in einer Institution seid, die euch ernährt, für euch sorgt und für all eure Belange aufkommt, wofür dann noch eigenes Geld besitzen? Wenn ihr der Institution wirklich selbstlos dient und auch sonst keine Kontakte nach außen pflegt, woher soll dann das Geld zur eigenen Verfügung kommen? Das Verlangen danach wird euch nach und nach vergiften. Es wird dazu führen, dass ihr alle möglichen Tricks benützt, um ein privates Vermögen anzuhäufen.

So passiert es dann zum Beispiel, dass wenn ihr einem Besucher einen Dienst erwiesen habt, ihr ihm eure schlechten Zähne zeigt, ein wenig auf den Ashram schimpft, um dann seine Sympathie und ein paar Rupien für euch zu ergattern.

Der Ashram sorgt doch für all eure Bedürfnisse. Wozu braucht ihr dann noch Geld? Es verdirbt nur euren Charakter. Die alten unterdrückten Laster erlangen doch nur wieder die Oberhand und ihr erleidet einen Rückfall, bei dem ihr womöglich noch andere mit hineinzieht. Und schon seid ihr eine verschworene Gemeinschaft.

Euer Guru ist euch egal, ja ihr kritisiert ihn nicht einmal mehr. Das wenige Geld, das ihr nun besitzt, erzeugt den Wunsch nach immer mehr. Dann versucht ihr einen Keil zwischen die Verantwortungsträger des Ashrams zu treiben, vergiftet nach und nach die Atmosphäre und nutzt die Umstände, um an Macht und Geld zu gelangen. Ihr werdet dann immer mehr zu einem gefährlichen, zerstörerischen Element. Nur die Gier nach Geld und Wohlstand regiert noch euer Handeln. Ihr sät immer öfter Streit und geht schließlich so weit, dass ihr euch gegen euren Guru und seine Mission wendet.

Diese Menschen wissen nur noch nichts von den Konsequenzen ihres Handelns. Guru-Droha (offener Widerstand gegen den Guru) ist eins der abscheulichsten Verbrechen, eine der größten Sünden. Derjenige, der Guru-Droha begeht, wird im Alter die schlimmsten Dinge erleiden müssen. Geplagt von Lepra und Krebs, ohne Nahrung, Kleidung und Fürsorge, dem Hunger, dem Durst und allem Unbill der Witterung schonungslos ausgeliefert wird er einen langsamen und schmerzvollen Tod erleiden müssen.

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