Inspiration des Tages vom 23.09.2018

WORTE DER WEISEN – 19. Weg der Liebe

4. Der Meister über sich selbst: Teil 2

Im nächsten Moment deutete der Meister mit einem Schmunzeln auf seinen riesigen Mantel, der seinen beträchtlichen Bauchumfang verhüllte und sagte:

„Bestimmt sehe ich in diesem Aufzug wie ein modischer Geck aus, aber es ist mir egal, was die Leute über mich sagen. All diese Dinge sind notwendig, um den Körper gesund und leistungsfähig zu halten, damit weiter gute Arbeit damit geleistet werden kann.

Was immer du hast, musst du der Welt geben, sonst ist dein Leben es nicht wert, Leben genannt zu werden.

Dazu musst du aber deine physischen und mentalen Fähigkeiten intakt halten. Würde ich in meinem Alter meinen Rücken kalter Zugluft aussetzen, so würde dies nur einen Hexenschuss heraufbeschwören. Wozu ist man sich selbst und der Welt schon nütze, wenn man sich mit Rückenschmerzen herumplagen muss? Der Einzige, der etwas davon hätte, wäre der Arzneimittelhersteller!“

Inspiration des Tages vom 24.09.2018

WORTE DER WEISEN – 19. Weg der Liebe

4.  Der Meister über sich selbst – Teil 1

Einmal erzählte der Meister von seiner täglichen Routine und seinen Übungen:

„Obwohl die Askese meine Konstitution stark geschwächt hat und einige heftige Gegenreaktionen hervorgerufen hat, habe ich meinem Körper nie erlaubt, unter den Belastungen zusammenzubrechen. Das verdanke ich meinen Übungen, die mich darin unterstützt haben. Ich übe auch heute noch regelmäßig ohne einen Tag Pause und erlaube es den Abwehrreaktionen nicht, mich zu überwältigen.

Obwohl sich manchmal alles um mich dreht, wenn ich aufstehe, schaffe ich es doch: ich laufe den Hügel hinauf, mache Shirshasana (Kopfstand) und laufe dann wieder zur Arbeit. Sobald ich aufstehe, um etwas Bestimmtes zu tun, fühle ich einen Energiestoß in mir. Gott allein weiß, woher es kommt. Dann stelle ich mich den Dingen spontan und voller Kraft.

Ich halte eine donnernde Rede und höre erst auf, wenn ich erschöpft bin. Man kann mich nicht mittendrin stoppen. Ich weiß manchmal selbst nicht, wie ich das schaffe. Obwohl ich manchmal sogar zu schwach bin, um aufzustehen – in dem Moment, wo ich aufstehe, strömt die volle Kraft in mich hinein.

Gott allein weiß, warum und woher die Kraft fließt. Es ist nicht meine Energie. Ich spüre, dass ich nur ein Instrument bin. Aber eins weiß ich: mein regelmäßiges systematisches Üben ist es, was das Instrument, den Körper, fit hält, um ein solcher Kanal zu sein, der plötzlich Energie empfängt.“

Inspiration des Tages vom 23.09.2018

WORTE DER WEISEN – 19. Weg der Liebe

3. Immer bereit zu lernen:

Bezüglich seiner frühen Jahre als Medizinstudent sagte der Meister einmal: „Ich weiß wirklich nicht, was es bedeutet, eine Arbeit nur halb zu tun. Ich habe immer alles vollständig und prompt erledigt. Mich in letzter Minute auf eine Prüfung vorzubereiten, wie es für euch heute so normal ist, war mir fremd. Ich war immer bereit, in allen Fächern jederzeit eine Prüfung schreiben zu können, auch ohne Vorankündigung.

Ich fühle mich jetzt immer noch wie ein Student, der in eine Prüfung gehen könnte. Diese ständige Wachsamkeit und dieses Bereitsein ist mir zur zweiten Natur geworden. Ich kenne keine Ruhe. Ich bin immer aufmerksam und ausgefüllt.

Ihr solltet alle so ans Leben heran gehen: wie ein ewiger Schüler. Seid jeden Tag, jede Stunde auf Ausschau nach etwas Neuem, das ihr lernen könnt. Seid wie ich – ein intellektueller Pfadfinder. Von jedem kann man etwas lernen. Alles im Universum kann eine Lektion sein für den, der bereit ist, sie anzunehmen. Geht an diesen Lektionen nicht achtlos vorbei. Zieht aus allen großen Beispielen in der Welt eine Lehre und eine Inspiration.“

„ So kommt vielleicht im richtigen Moment ein Wort der Ermahnung aus unserem Unterbewusstsein hoch, das uns an einem wichtigen Punkt unseres Lebens vor Schaden bewahrt oder unser Leben in neue Bahnen lenkt. Zieht aus allem etwas heraus und bewahrt es in eurem Geist. Unaufmerksamkeit gegenüber kleinen Details ist kein Ausdruck von Gleichmut, sondern eine tamasige Nachlässigkeit.“

 „Klebst du gerade eine Briefmarke auf einen Umschlag oder spitzt du gerade einen Bleistift an? Egal, was es ist, tue es mit der gleichen Sorgfalt, mit der gleichen Präzision, mit der ein Juwelier einen Diamanten in den Ring des Königs einsetzen würde. Oder so wie ein Chirurg eine komplizierte Augenoperation durchführen würde. Erledige alle deine täglichen Verrichtungen – essen, Zähne putzen, lesen, schreiben, ja sogar Schuhe putzen – mit deiner ganzen Aufmerksamkeit, mit deinem ganzen Herzen. So wird sich deine Konzentrationsfähigkeit am besten entwickeln.

Inspiration des Tages vom 22.09.2018

WORTE DER WEISEN – 19. Weg der Liebe

2. Abneigung gegen Müßiggang:

Der Meister sprach gerade mit einigen Besuchern auf der breiten Veranda, die die Bhajan-Halle umgab. Da bemerkte er einen Aspiranten, der ganz verträumt auf dem Weg zu seiner Arbeit war, als sei er gar nicht wirklich da. Er schlenderte erhaben den Pfad entlang. Das sprang dem Meister sofort ins Auge.

„Komm hierher junger Mann“, rief er. „Was ist eigentlich mit dir los? Bekommst du nicht genug zu essen? War in der Küche nichts mehr übrig? Oder hast du nicht genug Zeit zum Essen? Dein Haar ist noch nicht grau, warum benimmst du dich dann, als wärst du halb verhungert? Wo ist deine Energie, deine Jugend? Warum kannst du nicht lebhaft gehen und springen? Zeig mir, wie du rennst! Renn mal eine Runde um die Halle, los!“

Mit einem Kopfschütteln wandte er sich zu einem der Ashrambewohner und sprach: „Hör mal zu! Ich möchte, dass X in ein Trainingslager beim Militär geschickt wird. Nur ein ordentlicher Drill wird diesem entrückten Eremiten etwas Pep geben. Ich glaube, der Mensch wird schon faul geboren. Es scheint, als sei ein Leben der Entsagung gleichbedeutend mit körperlicher Trägheit und Tatenlosigkeit. Gott allein weiß, wo die Leute solche Ideen her nehmen! Man kann viel lernen von den tüchtigen jungen Männern in der Stadt und den Medizinstudenten. Wie agil, leistungsfähig und voller Enthusiasmus so ein junger Arztanwärter ist! Wie flink er doch bei seiner täglichen Arbeit von Gebäude zu Gebäude, von Station zu Station und durch die Korridore des Krankenhauses eilen muss! Warum können wir nicht diesem Beispiel folgen?

„Ein Entsagter sollte der Tatkräftigste unter allen Arbeitern sein, denn er hat den Vorteil, dass er vollkommen frei ist von allen lästigen und ablenkenden Dingen, denen ein Mensch im weltlichen Leben ständig ausgesetzt ist.“

Zu dem besagten jungen Mann gewandt sprach der Meister: „Von morgen an sei voller Energie! Lass mich dich laufen und nicht spazieren sehen! Lass mich dich überall gleichzeitig sehen! Trägheit führt nicht zu Heiligkeit. Sonst müsste jeder Stuhl, jeder Tisch, jedes Kissen und jede Wand heilig gesprochen werden. Rüttle dich selbst wach, junger Mann, und werde ein nützlicher Arbeiter!“

Mit einem hastigen „Ja, Swamiji, das werde ich, das werde ich“ entschwand der verwirrte junge Mann.
Im nächsten Moment wandte sich der Meister an seine Besucher und fragte naiv: „Was sagen Sie denn dazu? Habe ich recht damit oder langweile ich die Menschen nur mit meinen Litaneien? Finden Sie nicht auch, dass jeder aktiv und energetisch sein sollte?“

Inspiration des Tages vom 21.09.2018

WORTE DER WEISEN – 19. Weg der Liebe

Der Glanz der göttlichen Liebe

  1. Es gibt keine größere Kraft als die Liebe.
  2. Liebe leitet, Liebe reinigt.
  3. Es gibt keine höhere Tugend als die Liebe; es gibt keinen größeren Schatz als die Liebe; es gibt kein höheres Wissen als die Liebe; es gibt keine Religion, die höher steht als die Liebe. Liebe ist Wahrheit, Liebe ist Gott. Wo immer Liebe ist, findest du auch Frieden und wo immer Frieden ist, findest du auch Glückseligkeit.
  4. Liebe ist die Kraft aller Kräfte. Liebe ist eine göttliche Kraft.
  5. Liebe verbindet, Liebe erhebt.
  6. Liebe erzeugt neue Liebe.
  7. Liebe macht eine verhärtete Persönlichkeit weich, lässt den Geist schmelzen und bringt dich zu Gott.
  8. Liebe alle Wesen. Gib Liebe. Lebe in Liebe. Werde Liebe.
  9. Liebe drückt sich aus in beständigem Dienst, Verehrung und Gemeinschaft.
  10. Liebe vereint die Gesellschaft. Liebe vereint die Mitglieder einer Familie. Liebe vereint den Aspiranten mit Gott.
  11. Ohne die göttliche Liebe wird das Leben eng, eingegrenzt und erbärmlich. Lebe diese Liebe im täglichen Leben.
  12. Hingabe kann nicht zusammen mit Verlangen existieren.
  13. Du weißt, dass du Gott liebst, wenn du spürst, dass du ohne Ihn nicht leben kannst.
  14. Auf dem Pfad der Liebe ist das Wichtigste ein Gefühl der Einheit mit Gott.
  15. Egoismus verhindert, dass sich die Göttliche Gnade überträgt.
  16. Gott versucht und prüft die nach Ihm Suchenden immer wieder; aber Er gibt ihnen auch Kraft und Ausdauer für ihren Weg.
  17. In der höchsten Liebe und Hingabe zu Gott vergisst man sich selbst.
  18. In Bhava Samadhi (Zustand der Erleuchtung) sind der Bhakta (der sich Hingebende) und Gott nicht mehr zwei sondern eins.
  19. Folge der Stimme der Liebe. Gib immer Liebe. Liebe ist das Leben aller. Liebe alles Leben.
  20. Liebe ist der einzige Weg. Fülle dein Herz mit Göttlicher Liebe.
  21. Die mächtigste Kraft der Welt ist die stille Kraft der Liebe.
  22. Gott versucht jene am stärksten, die Er segnen möchte.
  23. Krankheiten, Verluste, Tod von Verwandten und Freunden – all dies sind Prüfungen auf dem Pfad der   Hingabe.
  24. Wenn du in großer Not bist, bitte Gott aus tiefstem Herzen um Hilfe. Sei aufrichtig und bete mit Inbrunst. Er wird dir helfen. Du wirst Trost, Frieden und eine innere spirituelle Kraft erhalten.
  25. Das Glück des Loslassens liegt im Herzen.